Wirkung von Säuglingstee

Säuglingstee WirkungDie Wirkung von Säuglingstee gegen Blähungen und krampfartige Beschwerden wird von vielen Eltern geschätzt. Kinder können Säuglingstee meist ab dem 2 – 4 Lebensmonat trinken. Die dauerhafte Gabe von Säuglingstee birgt jedoch auch Risiken für die Entwicklung und die Zähne des Kindes. Deshalb sollten die positiven Wirkungen von Säuglingstee immer sorgfältig gegen mögliche Nebenwirkungen abgewogen werden.
Generell sollten Gesundheitsbeschwerden und die Gabe von Säuglingstee mit einem Arzt abgeklärt werden.

Wirkung von Säuglingstee bei Blähungen

Säuglingstee wird sehr oft bei Blähungen von Kindern angewendet. Blähungen können für Kinder sehr unangenehm und schmerzhaft sein. Teilweise verweigern Säuglinge bei starken Blähungen auch das Stillen oder die Nahrungsaufnahme über die Flasche. Blähungen entstehen bei Babys durch das Schlucken von Luft beim Stillen, Trinken oder Essen. Auch durch die vermehrte Freisetzung von Gasen bei der Verdauung werden Blähungen häufig verursacht. Ein Grund dafür liegt in dem noch nicht voll funktionsfähigen Verdauungssystem von Säuglingen und Kleinkindern. So werden zum Beispiel einige wichtige Verdauungsenzyme noch nicht in ausreichendem Maße produziert. Damit Säuglingstee eine Wirkung gegen Blähungen haben kann, empfiehlt sich eine Mischung aus Fenchel, Kümmel und Anis. Diese Kräuter haben zusammen eine verdauungsanregende und krampflösende Wirkung.1 Durch die Muttermilch können Inhaltsstoffe von Stilltees von Säuglingen aufgenommen werden und können auch hier gegen Blähungen helfen.


Wirkung von Säuglingstee bei Krämpfen und Magenbeschwerden

Die Wirkung von Säuglingstee bei Krämpfen im Magen-Darm-Bereich beruht meist auf der entkrampfenden bzw. beruhigenden Wirkung von Melissenblättern und Zitronenverbena. Da Magen- oder Darmkrämpfe teilweise durch eine schlechte Verdauung verursacht werden, enthalten Säuglingstees für eine optimale Wirkung auch oft Kamillenblüten und Pfefferminzblüten. Krämpfe bei Säuglingen zeigen sich häufig in den sogenannten Drei-Monats-Koliken. Diese Koliken können bei einigen Säuglingen sehr heftig ausfallen und äußern sich unter anderem durch langanhaltendes Weinen und das Anziehen der Beine an den Körper. Für Eltern ist es oft schwer, „harmlose“ Koliken von ernsthaften Erkrankungen wie zum Beispiel einem Darmverschluss zu unterscheiden. Deshalb sollte besonders bei lang anhaltenden oder unbekannten Symptomen ein Arzt aufgesucht werden.

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Optimale Wirkung von Säuglingstee durch richtige Zubereitung

Säuglingstee kann nur eine gute Wirkung haben, wenn dieser mit kochendem Wasser zubereitet wird. Außerdem werden dadurch möglicherweise im Tee enthaltende Keime abgetötet. Für 150 ml Wasser werden normalerweise ein Teebeutel oder 1 Teelöffel loser Tee verwendet. Die optimale Ziehzeit beträgt etwa 5 – 10 Minuten. Eltern sollten unbedingt darauf achten, dass der Tee Kindern nur lauwarm gereicht wird!


Wirkung von Säuglingstees – gibt es Nebenwirkungen oder Gefahren?

Die Wirkung von Säuglingstee wird von vielen Eltern und Kinderärzten geschätzt. Allerdings sollte Säuglingstee nicht über längere Zeiträume und in größeren Mengen gegeben werden. Auf den Verpackungen der Tees finden sich hierzu meist detaillierte Hinweise. Säuglingstees können trotz guter Wirkungen bei Blähungen oder Krämpfen die ausreichende Kalorienaufnahme des Säuglings durch ein falsches Sättigungsgefühl behindern. Von gezuckerten Säuglingstees geht eine besondere Gefahr für die Zähne des Kindes aus.2 Auch allergische Reaktionen auf Kräuter sind möglich.

 

Quellen:

1 Pharmazeutische Zeitung, „Pflanzliche Heilmittel für Leber, Galle und Darm“: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=28038

2 Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft, „Gesunde Milchzähne“: http://www.sso-shop.ch/uploads/tx_gishop/1301_Broschuere_Gesunde_Milchzaehne_01.pdf