Teewasser kochen

Wie Teewasser kochen? Mikrowelle oder Wasserkocher? Wasserkocher oder Herd?

Teewasser kochen Wasserkocher oder HerdDas Kochen von Teewasser mit dem Wasserkocher oder dem Herd unterscheidet sich im Energie- und Zeitaufwand. Unterschiede bestehen ebenso zwischen dem Kochen von Teewasser in der Mikrowelle oder dem Wasserkocher. Neben Energieverbrauch und Zeitaufwand bestehen zwischen den drei Kochmöglichkeiten aber auch Unterschiede hinsichtlich des Zubereitungskomforts und der Sicherheit.

Teewasser kochen in der Mikrowelle oder dem Wasserkocher?

Eine Mikrowelle hat bei der Erwärmung von Wasser einen wesentlich schlechteren Wirkungsgrad als ein Wasserkocher. So gehen beim Erhitzen oder Kochen von Teewasser in der Mikrowelle bereits ca. 30 % der elektrischen Energie bei der Umwandlung in Mikrowellen verloren. Beim Wasserkocher wird die elektrische Energie direkt an der Heizwendel bzw. an der Bodenplatte in Wärme umgewandelt. Insgesamt ist der Wirkungsgrad des Wasserkochers z.B. beim Kochen von Teewasser etwa doppelt so hoch wie der einer Mikrowelle1.
Ob Teewasser mit der Mikrowelle oder dem Wasserkocher schneller gekocht werden kann, hängt von den Leistungsdaten der Geräte ab. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass bei den Leistungsangaben von Mikrowellen oft nur die reine Mikrowellenleistung angegeben wird. Allerdings hat zum Beispiel eine „800 Watt Mikrowelle“ in Wirklichkeit oft eine absolute Leistungsaufnahme von weit über 1000 Watt. Insgesamt lässt sich sagen, dass Mikrowellen beim Kochen von wenig Teewasser (bis 250 ml) eine kleine Zeitersparnis gegenüber Wasserkochern bringen. Bei größeren Wassermengen ist der Wasserkocher beim Kochen von Teewasser deutlich überlegen.

Teewasser kochen mit dem Wasserkocher oder dem Herd?

Teewasser kochen Wasserkocher oder MikrowelleUm einen Liter Teewasser mit dem Wasserkocher oder Herd zum Kochen zu bringen, würde man bei voller Energieausnutzung (100 % Wirkungsgrad) ca. 90 Wattstunden an elektrischer Energie benötigen. Beim Kochen von Teewasser auf dem Herd, mit dem Teekessel oder einem Kochtopf muss die Wärme allerdings zuerst von der Kochplatte in den Boden des Kochgefäßes übergehen. Beim Wasserkocher hat die Heizwendel oder die Bodenplatte dagegen unmittelbar Kontakt mit dem Wasser. Zudem ist das Metall eines Teekessels ein sehr guter Wärmeleiter. Es wird also beim Kochen oder Erhitzen von Teewasser mit dem Herd viel wertvolle Energie an die Umgebung abgegeben. Wasserkocher sind meist aus Kunststoff oder weisen teilweise sogar eine Isolierung (Doppelwand) auf. Insgesamt ist der Wirkungsgrad von Wasserkochern etwa doppelt so hoch wie der von Herdplatte in Kombination mit einem Teekessel.
Bei modernen Induktionsherden schwinden die Vorteile des Wasserkochers bezüglich des Energieverbrauchs allerdings beträchtlich. Gasherde schlagen den Wasserkocher in den Energiekosten sogar knapp. Bei der Frage, ob Teewasser mit dem Wasserkocher oder auf dem Herd gekocht werden sollte, ist aber auch die Kochzeit entscheidend. Hier hat der Wasserkocher mit ca. 3 Minuten für 1 Liter allerdings auch die Nase vorn. Nur bei Wassermengen über 1,5 Liter gewinnt der teure ober effiziente Induktionsherd den Geschwindigkeitswettlauf.

Wertvolle Tipps zum Kochen von Teewasser mit Wasserkocher, Herd oder Mikrowelle

  • Wasserkocher sind grundsätzlich die effizienteste Art der Teewasserzubereitung.
  • Egal ob Teewasser mit Wasserkocher, Herd oder Mikrowelle gekocht wird: Immer nur soviel Wasser kochen, wie benötigt wird. Dies spart Energie.
  • Regelmäßiges Entkalken von Wasserkocher und Teekessel erhöht den Wirkungsgrad.
  • Den Deckel von Wasserkochern unbedingt ganz schließen – sonst funktioniert die automatische Abschaltung nicht.
  • Flüssigkeiten werden in der Mikrowelle oft ungleichmäßig erhitzt. Teewasser daher vor der Verwendung umrühren.
  • Für Induktionsherde nur geeignete Teekessel verwenden. Für Mikrowellen ist Geschirr aus Metall nicht geeignet.

 

 

Quellen:

1 Physik in unserer Zeit, „Haushaltsmikrowelle Teil 2“: http://www.wiley-vch.de/berlin/journals/phiuz/04-02/haushaltsmikrowelle_teil2.pdf